Besser zuhören lernen – so gelingt es Dir

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In diesem Artikel möchten wir Dir gerne zeigen, wie Du es schaffen kannst, besser zuhören zu können. Der Artikel greift ein Seminar von Julian Treasure auf. In seinem Seminar erklärt er eindrucksvoll, wie wir unsere Fähigkeit des Zuhören im Laufe der Zeit verloren haben. Laut Treasure verbringen wir 60% unserer Kommunikationszeit mit dem Zuhören, aber nur 25% davon können wir behalten, richtig einordnen und vernünftig verarbeiten.

Warum verlernen wir das Zuhören?

Laut Treasure verlieren wir die Fähigkeit zuzuhören unter anderem deshalb, weil wir Wege gefunden haben, Kommunikation aufzunehmen und zu dokumentieren: Schreiben, Audio-Recoding oder Video-Aufnahmen. Der konkrete Wert des präzisen und aufmerksamen Zuhörens sei einfach verschwunden. Außerdem sei unsere Welt heute einfach zu laut, so voller Geräusche, dass er schwer und anstrengend sei, zuzuhören. Viele suchten die Flucht hinter Kopfhörern ihrer Ipods und versuchten somit, in ihre eigene Geräuschkulisse zu entkommen. Das Resultant – niemand hört niemanden mehr zu. Laut Treasure sind die Menschen von heute ungeduldig. Sie wollen keine anspruchsvollen, rhetorischen Dialoge mehr führen, sondern vielmehr durch einzelne O-Töne kommunizieren. Wir seien desensibilisiert. Auch den Medien gibt Treasure die Schuld daran, dass wir nicht mehr zuhören, nicht mehr auf die kleinen, leisen Töne im Leben acht geben. Durch kurze Headlines in den Tageszeitungen seinen wir darauf getrichtert worden, Aufmerksam nur durch solche Wortfetzen zu verspüren. Glaubt man Treasure, so würde das Zuhören erst dazu führen, Verständnis zu entwickeln.

Besser zuhören lernen – 5 wertvolle Übungen

Im Folgendem gibt uns Treasure fünf wie ich finde sehr wertvolle Übungen mit an die Hand, wie wir unsere Fähigkeit zuzuhören deutlich verbessern können.

  • Übung 1 – Stille: Nur 3 Minuten am Tag komplette Stille führe dazu, dass man seine Ohren einmal vollständig resetet und für kleinere, feinere Geräusche senibilisiert. Mein Tipp: Kaufe Dir goße Kopfhörer und lege diese um Deine Ohrmsucheln, ohne Musik anzumachen. Geräusche sollten nun vollkommen isoliert von Dir sein.
  • Übung 2 – Mischpult: Versuche in einer Umgebung, in denen durchaus viele Geräusche sein können, einmal Dich genau darauf zu konzentrieren, welche einzelnen Geräusche Du hören kannst. Filtere die Geräusche, was hörst Du im Detail? Welche Vögel zwitschern, aus wecher Ecke kommt das Lachen usw.
  • Übung 3 – Genuss: Verusche einmal auf Geräusche in Deiner Umgebung zu achten, die Rythmen haben und deren Klängen man durchaus genießend lauschen kann. Treasure bringt das Beispiel mit seinem Wäschetrockner: „Es ist ein Walzer. Eins zwei drei. Eins zwei drei. Eins zwei drei. Ich liebe es.“ Treasure nennt das den versteckten Chor, der die ganze Zeit um uns herum ist.
  • Übung 4 – Hörpositionen: Diese Übung ist laut Treasure die wohl wichtigste Übung. Dabei gibt es unterschiedliche Positionen, die man beim Zuhören einnehmen kann: Treasure nennt als Beispiele aktiv/passiv, kritisch/empathisch und reduktiv/expansiv. Versuche mal in einem Gespräch, Worte in einer ganz bestimmten, vorher definierten Position wahrzunehmen.
  • Übung 5 – RASA: Die fünfte Lektion des besser Zuhörens ist das RASA Prinzip. RASA ist ein englisches Akronym und bedeutet: Recieve, Appreciate, Summarise und Ask. Recieve bedeutet Aufmerksamkeit gegenüber dem Gesprächspartner. Appreciate bedeutet kleine Geräusche zu machen wie „hmm“, „oh“, „okay“. Summarise bedeutet immer wieder zusammenfassen, immer wieder Zwischenergebnisse präsentieren, damit jeder mitkommt. Und Ask bedeutet Fragen, frage Deinen Gespächspartner, um Interesse zu signalisieren und mehr zu erfahren.

Hier kannst Du Dir auch nochmal das volle Video von Julian Treasure: 5 ways to listen better anschauen:

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Über den Autor

Tim Eichert
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