Gibt es eigentlich sowas wie Karma?

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„Karma!“ – Oft hört man das, wenn mal wieder ein scheinbar böser, schlechter Mensch so richtig auf die Fresse gefallen ist. Bedeutet ungefähr soviel wie „Du hast selber Schuld, alles kommt zurück im Leben, und wenn Du ein schlechtes Leben führst, dann passiert Dir irgendwann was schlimmes“. Der Gedanke gefällt uns eigentlich. Gute Menschen belohnt das Karma irgendwann, schlechten Menschen wird das Karma irgendwann einmal zum Verhängnis. Viele schwören darauf, auf dieses Karma. Aber gibt es das überhaupt?

Wenn jedes Handeln unweigerlich eine Folge nach sich zieht

Karma kommt aus den indischen Religionen, es ist weniger ein Glaube als ein spirituelles Konzept. Demnach führt jede Handlung unweigerlich eine Folge nach sich, physisch wie geistig. Das bedeutet also: Wenn Du was Gutes tust, passiert Dir irgendwann auch was gutes, etwas materielles, greifbares oder etwas geistiges wie ein gutes Gefühl. Wenn Du was schlechtest tust, erleidest Du furchtbare Höllenqualen, naja zumindest aber kriegst Du irgendwann mal einen auf den Deckel. Interessant: Die Folge muss nicht zwangsläufig in diesem Leben stattfinden, sondern kann auch in einem späteren Leben eintreten. Im Hinduismus glaubt man daran, dass der Tod den Übergang von einer alten in eine neue Existenz darstellt. Je nachdem, wie Du in Deinem vorherigen Leben gelebt hast, wird Dein neues Leben geformt. Wir sind Menschen. Wir haben in unserem vorherigen Leben anscheinend ganz gute Taten vollbracht. Was dann eine Schnecke oder ein Tiefseefisch verbrochen hat, kann man demnach nur erahnen. Eigentlich stellt sich hier dann auch die Frage, ob der Mensch wirklich das Maß aller Dinge ist. Sozusagen das Beste, was das Karma einen bescheren kann. Irgendwie glaube ich nicht daran. Der Mensch ist zwar von allen Lebenwesen auf der Erde das dominierende, aber ob das grundsätzliche Handeln der Menschheit ein positives Karma verursacht, ist unwahrscheinlich. Wie dem auch sei, Karma ist nicht nur ein Glaubens-Ding. Karma ist eine Lebenseinstellung.

Argumente dafür, dass er Karma gibt

„Wenn Du einen Apfelkern aus dem Fenster wirfst, wird vielleicht ein Apfelbaum an der Stelle wachsen, wo der Kern gelandet ist, und dieser Baum verspeert Dir dann die Sicht.“ Wenn man sich das mal so überlegt, dann hat wirklich jede Handlung eine Folge. Zumindest pysisch oder biologisch betrachtet. Einfache logische Handlungsabfolgen. Wenn ich zu schnell mit Auto fahre, knall ich gegen einen Baum. Wenn ich etwas gutes getan habe, dann gibt es mir ein gutes Gefühl und eine gewisse innere Zufriedenheit. Vielleicht ist das bereits die Belohnung des Karmas. Ich finde, das eine grundsätzlich gute Art sich im Leben auch immer bewährt. Alles Gute kommt zurück, und wenn es nur ein Lächeln ist. Ich glaube, man kann da gar nicht so sehr quantifizieren.

Argumente dafür, dass er Karma nicht gibt

Wir leben leider in einer Ellenbogengesellschaft. Menschen werden daran gemessen, wie leistungsfähig sie sind. Oder wie viel Geld sie haben. Menschen, die nichts geleistet haben, werden bei RTL in Hirnlos-Sendungen gezeigt und gefeiert. Menschen, die in ihrer Freizeit wohltätig sind und zum Beispiel sich um Ältere Menschen kümmern, werden nicht mit dem Arsch angesehen. Wenn es sowas wie Karma gäbe, müsste es ja eigentlich andersrum sein, oder? Oder ist das Mensch-Sein heutzutage doch eine Bestrafung des Karmas? Was würde der kleine somalische Junge sagen, ein herzenguter Mensch, der sein Leben dafür aufopfert, um seine Familie zu ernähren und seine totkranke Eltern pflegt, selber aber totkrank ist? Wo ist das Karma? Warum könne korrupte Politiker sorgenfrei leben und dabei gleichzeitig im Geld baden, wenn gleichzeitig die alleinerziehende Mutter von drei Kindern sich trotz drei Jobs sorgen um die Zukunft ihrer Kinder machen muss? Oder geht es diesen Menschen vielleicht gerade wegen des Karmas schlecht? Waren sie im früheren Leben schlechte Menschen?

Ist das Leben schlecht, weil es Karma gibt oder weil es kein Karma gibt?

Ist das Leben schlecht, weil es Karma gibt oder weil es kein Karma gibt?

Ja oder nein?

Jein. Ich glaube, dass Karma keine übernatürliche Gesetzgebung ist. Ich glaube aber an das Prinzip. Menschen, die gutes tun, sind innerlich zufriedener, rein und schuldfrei. Auch, wenn man sich im Leben nicht immer was davon kaufen kann. Es kann nicht Schaden, etwas für sein Karma zu machen. Wer weiß, vielleicht gibt es das wirklich und der kleine somalische Junge ist dadurch einfach für was besseres bestimmt. Handel am besten so, dass die Folgen Deiner Handlungen, wenn Sie denn auf Dich zurückfallen, positiv ausfallen. Somit bist Du automatisch ein besserer Mensch, und das Gefühl alleine ist schon viel wert!

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Über den Autor

Tim Eichert
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