Warum Dich Vorurteile im Leben hindern

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Wir haben lange nichts von uns hören lassen, wollen nun aber gerne wieder aktiver hier sein. Die Resonanz ist millterweile ziemlich groß, das freut uns sehr und wir sind sehr dankbar darüber! Heute möchte ich was über das Thema Vorurteile schreiben.

Vorurteile – woher kommen sie, was soll das?

Vorurteile sind Denkweisen, die wir von anderen teilweise ungefiltert übernehmen. Meinungen, Einstellungen gegenüber bestimmte Dinge. Der Mensch neigt dazu, es sich einfach zu machen. „Warum soll man sich Gedanken über Themen machen, wenn andere das bereits getan haben?“ – das ist tatsächlich das, was in unserem Unterbewusstsein abgeht. Wir vertrauen auf Meinungen anderer. Wieso auch nicht. Das fängt im Kindesalter an. Unsere Eltern haben gegenüber gewissen Dingen einfach ihre eigene Einstellung, vielleicht weil sie Erfahrungen dazu gemacht haben oder selber Meinungen anderer übernommen haben. Und genau diese Meinungen übernehmen wir häufig von klein auf für uns selbst. „Das, was unsere Eltern sagen, muss ja stimmen.“ Aber nicht nur von Eltern – sondern von Personen, denen wir vertrauen, übernehmen wir schnell Meinungen, Denkweisen, Handlungsmechanismen. Vorurteile fangen bei den kleinsten Themen an: welches Auto ist das beste, welche Serie ist gut oder schlecht, was schmeckt gut und was schmeckt nicht gut, welche Klamotten sind gerade in und welche out. Sogenannte Meinungsführer entscheiden für Dich, wie Du denken sollst, was Du kaufen sollst, was du tun musst. Das Ganze erstreckt sich aber auch schnell auf andere Seiten unseres Lebens – zum Beispiel auf politische Themen. Das beste Beispiel aktuell: die Flüchtlingskrise. Es ist so einfach, schnell mal zu sagen, dass die „Ausländer her kommen, geflohen aus wirtschaftlichen Gründen, um unseren Sozialstaat auszunutzen“. Ist halt einfacher, als sich mal mit den Ursachen/Gründen der Problematik auseinanderzusetzen. Fakt ist doch, dass kaum einer die wahren Hintergründe kennt (zumindest nicht die pöbelnde Masse). Aber ist das auch gut so? Natürlich nicht…

Warum uns Vorurteile hindern

Vorurteile schränken uns ein. Vorurteile können uns mit Problemen belasten, die in Wahrheit gar nicht da sind. Ein Beispiel: als ich mit meinem Studium angefangen habe, habe ich von allen Seiten gehört: „das wird schwer“, „du wirst keine Freizeit mehr haben“, „das Thema ist trocken“ oder „es fallen so viele durch“. Das erste was ich tat – ich bekam Panik. Ich habe mich am Anfang selbst unter Stress gesetzt, habe viel gegrübelt. Dann kam die ersten Prüfungen und die ganze Nummer war überhaupt kein Problem. Ich hatte wochenlang schlechte Laune völlig umsonst. Warum? Weil ich Vorurteile über dieses Studium für wahre Münze genommen habe und einfach das Vorurteile als in Stein gemeisselte Wahrheit akzeptiert habe. Im Nachhinein ziemlich dumm, aber irgendwo auch menschlich. Aber seit dem ich mir darüber bewusst bin, dass das relativ dämlich war, geh ich an Dinge anderes heran. Ich mache mir erstmal mein eigenes Bild. Ich bewerte nichts, von dem ich keine eigene Erfahrungen gemacht habe.

Es gibt eine ganz interessante und bekanntes Forschung hierzu. Forscher haben 5 Affen in einem Käfig gehalten. In der Mitte war eine Leiter mit Bananen am oberen Ende. Jedes Mal, wenn ein Affe die Leiter hinaufkletterte, wurden die restlichen Affen mit kaltem Wasser bespritzt. Das führte schnell dazu, dass keiner der Affen mehr die Leiter hochkletterte, um an die Banane zu kommen. Sie haben schlechte Erfahrungen damit gemacht. Die Forscher haben dann einen der Affen ausgetauscht. Das erste, was der ausgewechselte Affe versuchte, war die Leiter hochzuklettern um die Banane zu essen. Die anderen Affen schlugen ihn direkt voller Panik und der neue Affe lernte, dass er die Leiter nicht hochklettern durfte, obwohl er gar nicht wusste warum. Nacheinander wurden alle 5 Affen ausgetauscht. Was übrig geblieben war, war eine Gruppe von fünf Affen, die, obwohl sie nie eine kalte Dusche bekommen hatten, jeden zusammenschlug, der versuchte die Leiter hinaufzuklettern.

Was zeigt diese Forschung? Die Affen haben schlechte Erfahrungen gemacht und es entstand ein Vorurteil „es ist schlecht, diese Leiter hochzuklettern und die Banane zu greifen“, welches an die anderen Affen weitergetragen wurde. Das könnte man sehr gut auf das Arbeitsleben beziehen. Wenn man in eine neues Unternehmen kommt, gibt es oftmals sowas wie ungeschriebene Gesetze („geh niemals vor 5″, „stör niemals den Chef zwischen 12-15 Uhr“ usw.) – automatisch übernimmt man solche Verhaltens- und Denkweisen, weil man den Kollegen, die hier schon länger arbeiten, vertraut, dass das schon seine Richtigkeit hat. In diesem Moment vergessen wir aber, dass es andere Wege gibt, dass wir unsere eigenen Erfahrungen machen sollten, um daraus zu lernen. Das kann man auf alle Dinge des Lebens beziehen.

Fazit

Ich kann nur empfehlen, Dich Problemen des täglichen Lebens unvoreingenommen zu stellen. Nur so ist es Dir möglich, neue Wege zu finden, Probleme zu lösen. Nur so kannst Du einen effektiven Lernprozess gestalten. Hör auf, die Zeitung aufzuschlagen und einfach die geschriebenen Dinge als gegebene Wahrheiten abzustempeln (das gilt vor allem für einige wenige Zeitungen in diesem Land). Denk nach, benutze Deinen eigenen Verstand. Bewerte Dinge nicht, bevor Du nicht eigene Erfahrungen gemacht hast und die Hintergründe verstanden hast.

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Über den Autor

Tim Eichert
Tim Eichert

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