Was tun bei Winterdepressionen?

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Schnee, Matsch, Regen, Kälte. Im Dunkeln fährt man zur Arbeit, im Dunkeln kommt man nach Hause. Die Bahn fährt nicht, weil das Schienennetz vereist ist, die Karre springt nicht an, weil wegen zu kalt. Ja, im Winter hat man es nicht leicht, da kann es einem mal ganz schnell auf das Gemüt schlagen. Tatsächlich leiden in Deutschland extrem viele Menschen an der sog. Winterdepression. Medizinisch gesehen ist das eigentlich keine richtige Depression, sprich keine offiziell anerkannte Krankheit, aber dennoch beschränkt einen diese schon. Man hat weniger Kraft, weniger Lust was zu tun, man verspürt weniger Lebensfreude und eigentlich ist man die ganze Zeit damit beschäftigt auf den Frühling zu warten. Warum ist das schlecht? Weil wir oftmals vergessen, den Moment im Winter zu leben. Und das macht uns depressiv!

Die Vorzüge des Winters bewusst (er)leben

Der Winter hat nicht nur schlechtes an sich. Es soll sogar Menschen geben, die den Winter lieben. Ok, Du musst den Winter nicht abgöttisch lieben, um nicht depressiv zu werden, aber Du musst zumindest nicht nur das negative in ihm sehen.

Drehen wir den Spieß doch einmal um. Was kann man im Winter machen, was man im Sommer nicht machen kann?

  • Glühwein trinken
  • Weihnachtsmärkte besuchen
  • einfach mal auf dem Sofa liegen bleiben, wenn das Wetter schlecht ist
  • Weihnachtskekse backen
  • Schlitten fahren (wenn es denn mal schneit)
  • Gemütliche Kerzenatmosphären schaffen
  • sich frei bewegen, ohne gleich das Schwitzen anzufangen
  • besser schlafen aufgrund der niedrigeren Temperaturen
  • in Ruhe durch die Gegend laufen ohne von Wespen angegriffen zu werden
  • irgendwie auch länger schlafen, weil es länger dunkel ist
  • auch mal früher ins Bett gehen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben
  • auch wenn man mal krank ist einfach mal ausspannen und den ganzen Tag nichts tun
  • man muss sich nicht großartig um den Garten kümmern
  • man kann seine Getränke draussen lagern und muss sie nicht in den Kühlschrank tun
  • man kann tolle Winterstiefel tragen, lustige Mützen und krasse Wintermäntel
  • Omas/Muttis selbst gehäkelten Socken kommen mal zum Einsatz
  • habe ich Kekse schon erwähnt? und Glühwein?
Nicht alles am Winter ist schlecht...

Nicht alles am Winter ist schlecht…

Naja, was ich damit sagen möchte ist, dass der Winter auch seine ganz eigenen schönen Seiten hat, die man nur annehmen muss und bei denen man sich bewusst werden muss, dass es gewisse Vorteile nur im Winter gibt. Damit stehst Du dem Winter schon mal nicht so negativ gegenüber. Aber reicht das schon?

Das fehlende Licht

In der Regel nicht. Der Hauptgrund, warum wir im Winter so schlecht gestimmt sind, ist ein drastischer Mangel an Licht. Durch Licht wird Serotonin in unserem Körper freigesetzt, das ist unser Glückshormon. Das Gegenstück hierzu ist Melatonin, welches durch Dunkelheit gefördert wird. Ist es nun im Winter naturgemäß mehr Dunkel als hell, dann wird dieser Hornhaushalt komplett durcheinander gebracht. Es ist also ein Überschuss an Melatonin vorhanden, welches unseren Körper in einen müden Grundzustand versetzt. In diesem Zustand verbietet unser Gehirn „Bad Vibrations“ – bestehend aus Angstgefühlen, Zukunftsängsten, schlechter Laune, Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit oder auch Pessimismus oder einem Leere-Gefühl. Wie jedes Problem muss also auch hier das Problem an der Wurzel gegriffen werden, sprich am Lichtmangel. Lichtzufuhr im Winter ist einfach wichtig. Wenn Du so ein Mensch bist, der einen 9-5-Job hat, wirst Du unter der Woche aber nicht in den Genuss kommen, viel Licht abzubekommen. Deshalb hier einige Tipps, wo Du mehr Licht herbekommst:

  • Nutze die Pausen und gehe raus, auch bei nicht ganz so gutem Wetter
  • Nutze die Wochenenden oder frei Zeiten und mache gelegentlich ausgiebige Spaziergänge
  • Gehe ruhig auch mehrmals im Monat ins Solarium – das wirkt wie eine Lichttherapie und hilft wirklich ungemein
  • Natürliches Licht gibt es auch als Leuchtmittel, also als Glühbirnen zum Beispiel. Dieses Licht ist dem Sonnenlicht nachempfunden und hat somit die gleiche Wirkung von Tageslicht.
Ein Spaziergang im Wald zum Lichttanken hilft!

Ein Spaziergang im Wald zum Lichttanken hilft!

Was hilft noch?

Grundsätzlich hilft alles, was Glücksgefühle in uns weckt und Glückshormone freisetzt. Besonders erfolgreich hat sich Sport bewährt, da nach dem Sport sehr viele Glückshormone ausgeschüttet werden. Kurioserweise bewährt sich aber auch gleichzeitig das „Sündigen“ – in Form von Essen. Essen ist im Winter wichtiger als im Sommer. Der Köper braucht zum einen mehr Energie (der Ofen muss stärker heizen) und zum anderen verlangt der Körper bei kalten Temperaturen einfach mehr geiles Essen. Wenn Du Deinem Körper im Umkehrschluss nicht die benötigte Menge oder die benötigte Geilheit an Essen zuführst, dann wird das Gehirn böse mit Dir! Also: Im Winter auch mal ein wenig auf das Kaloriensparen verzichten und mal richtig zulangen. Mein Tipp: Schokolade, die macht froh.

Wenn Du natürlich wirklich stark depressiv bist, dann wird Dir Schokolade und Co auch nicht helfen können. Dann solltest Du wirklich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Ob Du wirklich ernsthaft depressiv bist oder nicht, kannst Du eigentlich auch nicht selbst beurteilen. Wenn Du aber ernsthafte Zweifel hast, dann ab zum Arzt! Der wird Dir helfen können, nicht nur mit Medikamenten, sondern auch durch Gespräche, oder durch alternative Behandlungsmethoden wie zum Beispiel auch spezielle Kräuter-Therapien.

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Über den Autor

Tim Eichert
Tim Eichert

4 Comments

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  • Diese Antriebslosogkeit kenne ich manchmal nur zu gut. Aber klar was super hilft, die Vorteile des Winters zu genießen und bewusst zu erleben. Coole Tipps und Praxisbeispiele. Danke Tim

    Grüße Tobias

  • Hallo,

    guter Beitrag. Ich leide selbst unter Depressionen und Berichte über meine Erfahrungen mit der Krankheit auf depressiv-Leben.de. Ziel ist es, mehr Verständnis für depressive Menschen zu erreichen.

    Im Laufe der letzten habe ich festgestellt, wie wichtig Licht für mein Wohlbefinden ist. Vor knapp zwei Jahren habe ich mit der Lichttherapie begonnen. Anfangs hatte ich Startschwierigkeiten, da ich es nicht regelmäßig gemacht habe. Mittlerweile kann ich aber sagen das mit diese Art von Therapie hilft. Ich spreche bewußt nicht von Heilung, da dies in meinem Fall etwas komplizierter ist. Dennoch steigert meine Tageslichtlampe mein Wohlbefinden und somit meine Lebensqualität, gerade in den dunklen Monaten.

    Da ich von dieser Therapieanwendung sehr überzeugt bin, habe ich http://www.tageslichtlampe-test24.de gegründet. Dies ist mein zweites Projekt. Beide Projekte sind etwas besonderes für mich, da diese sehr viel mit meinem Leben zu tun haben. Ich stehe voll hinter diesen Projekten.

    Viele Grüße
    Dennis

    • Danke für Deinen Kommentar! Licht ist mega wichtig, da hast Du recht. Letztendlich ist es so, dass wir zu viel drin hocken im Winter, was ja bei der Wettersituation oft nicht anders geht, aber man sollte dann die wenigen Momente, in denen es gut ist, auch nutzen. Das mit der Lichttherapie finde ich sehr interessant!

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