Zufriedenheit – Wie du lernst, Momente zu genießen

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Zufrieden sein – das ist es, was sich viele Menschen wünschen, wenn man sie einmal fragt. Manch einer mag jetzt sagen, dass er eher glücklich sein möchte, aber Zufriedenheit und Glück liegen näher aneinander, als es zunächst scheinen mag. Zufrieden zu sein ist eine Voraussetzung, um glücklich sein zu können. Wer mit sich selbst, dem was er tut und schafft oder den Menschen um sich herum unzufrieden ist, der wird niemals glücklich werden.

Doch wie erreichst du Zufriedenheit in einer Welt, in der wir täglich gezwungen werden, Dinge zu tun, welche uns eigentlich wiederstreben und nicht unserem eigentlichen Ich entsprechen? Grundlegende, ständig gegenwärtige Zufriedenheit ist schwer zu erreichen und erfordert einige Opfer, da du dich bis auf Ausnahmefälle von materiellen Träumen freimachen musst. Doch auch als Karrieremensch, ob Angestellter oder Selbstständiger, kannst du durch häufigere zufriedene Momente ein glücklicheres Leben führen.

Der Trick liegt darin, einzelne zufriedene Momente herbeizuführen, so häufig wie es dir möglich ist. Hierzu musst du dir bewusst machen, dass kurze Momente der Zufriedenheit und des Glücks auch dein Wohlbefinden und deine Stimmung in anderen Momenten sowie in deinem Leben insgesamt positiv beeinflussen. Vielleicht reichen sie nicht, um eine tiefe, grundlegende Zufriedenheit zu erlangen, da du z.B. weiterhin einen Beruf ausübst, der dich nicht ausfüllt. Aber du musst ja nicht auf einen Schlag dein Leben komplett umkrempeln und auf den Kopf stellen. Vielmehr wird dir das bewusste Herbeiführen von glücklichen Augenblicken und die dadurch insgesamt größere Zufriedenheit helfen, auch größere Schritte in Zukunft mit weniger Angst und mehr Vorfreude auf das Neue anzugehen.

Wie kannst du nun also vermehrt zufriedene Momente erreichen? Lässt sich das überhaupt erzwingen bzw. künstlich herbei führen? Ja, das geht! Nur solltest du es nicht als Zwang empfinden. Was ist es, was uns (selbst wenn wir frei haben und unsere Zeit genießen müssten) einfach nicht zur Ruhe kommen und Zufriedenheit empfinden lässt? In den allermeisten Fällen sind es die Gedanken an die Vergangenheit und die Zukunft, welche uns unglücklich und unruhig machen. Tolle Erinnerungen an einen schönen Urlaub oder die Vorfreude auf ein Treffen mit einer geliebten Person können natürlich Hochgefühle in uns auslösen und sollten gerne stattfinden. Leider denken wir am Samstag oder Sonntag Morgen aber meist eher an die Beschwerde eines Kunden kurz vor dem Start ins Wochenende und den Berg an Aufgaben, welcher in der neuen Woche auf uns wartet. Die erwähnte Beschwerde liegt doch in der Vergangenheit und die anstehenden Aufgaben in der Zukunft und jetzt ist gerade frei! Warum haben sie dich trotzdem fest im Griff?

Wo liegt das Problem?

 

Weil wir nicht im Jetzt leben, sondern in der Vergangenheit oder der Zukunft. Deshalb schaffen wir es nicht, zufrieden zu sein, selbst wenn gerade alles gut ist und wir uns endlich einmal entspannen und die Zeit genießen könnten. Und wenn wir versuchen, uns auf den Moment zu fokussieren, driften unsere Gedanken immer wieder hin zu all den schlechten Dingen. Viele Menschen haben die Veranlagung, eher die negativen Gedanken zu denken, anstatt sich auf das Gute zu konzentrieren. So hat man auch immer eine schöne Ausrede, weil ja immer gerade irgendetwas war, das Leben nicht so lief und sowieso alles gegen einen ist. Aber das kann sich niemand, der einmal wirklich darüber nachdenkt, für sich selbst wünschen. Ob diese Veranlagung bei dir nun so stark ausgeprägt ist wie beschrieben oder du dich einfach nur gestresst und unzufrieden fühlst aufgrund von Vergangenem oder Bevorstehendem – es wird dir unheimlich helfen, dich bewusst mit dieser Problematik auseinander zu setzen und sie zu akzeptieren. Wenn du dann für dich entscheidest, etwas hieran zu ändern, möchten wir dir mit unseren Erfahrungen sowie grundsätzlichen Anregungen dabei helfen.

 

Leben im Hier und Jetzt (zumindest zeitweise)

 

Es klingt erst einmal logisch und doch abgedroschen, aber es stimmt: was in der Vergangenheit passiert ist, lässt sich nicht mehr ändern. Egal ob du verantwortlich, beteiligt oder einfach betroffen warst. Mach dir das hier und da, aber vor allem wenn du einen zufriedenen Moment herbeiführen willst, bewusst! Häufig hilft es, einfach darüber nachzudenken und es dir im Stillen oder auch leise mit Lippenbewegungen selbst zu sagen: „Egal was passiert ist – ob lange her oder kürzlich, ob durch mich verschuldet oder nicht – es ist vergangen und nicht mehr wichtig.“. Fehlern solltest du nicht nachtrauern, sondern sie als Möglichkeit sehen, beim nächsten mal anders zu handeln – das nennt sich Erfahrung und macht dich immer stärker, selbstbewusster und gelassener. Also: Wenn du daran glaubst, dass sich die Vergangenheit nicht mehr ändern lässt und es dir nichts bringt, dich mit Negativem aus der Vergangenheit zu beschäftigen, dann mach dir dies bewusst und sag es dir selbst noch einmal ganz deutlich.
Nun gibt es einen weiteren Trick, um auch unangenehme Dinge, die vor einem liegen, zumindest zeitweise auszublenden und im Hier und Jetzt zufrieden zu sein. Hierbei geht es um Achtsamkeit. Das gesamte Prinzip der Achtsamkeit und anhängende Theorien und Methoden werden wir an späterer Stelle wieder aufgreifen und detailliert erörtern. Für den Anfang genügt es, zu wissen, dass es bei Achtsamkeit unter anderem darum geht, dich selbst und die Welt um dich herum bewusst wahrzunehmen. Hierzu nun einige Tipps, welche ich selbst gerne an einem freien Samstag oder Sonntag anwende, um Zufriedenheit im Hier und Jetzt zu erlangen und den Moment zu genießen:

  • Geschmack: Konzentriere dich bei deinem morgendlichen Brötchen, Croissant, Müsli, dem Kaffee oder Orangensaft wirklich auf den Geschmack. Wenn du ganz genau hierauf achtest, wirst du viel mehr Nuancen im Geschmack finden, als dies normalerweise der Fall ist

 

  • Geräusche: Wenn du draußen die Vögel zwitschern hörst, konzentriere dich auf die unterschiedlichen Tonhöhen – welches Lied wird da getrellert? Oder konzentriere dich auf das Plätschern des Wassers unter der Dusche – ein häufiger Tipp, der aber einfach super funktioniert. Such dir weitere Geräusche, auf welche du genau achtest

 

  • Gefühle: Wie fühlt sich die Kleidung auf deiner Haut an, wenn du dich bewegst? Wie fühlt es sich an, mit der Zunge über deine Zähne zu fahren oder ganz tief einzuatmen? Such dir auch hier wieder eigene Dinge und mache es zu einem Ritual, regelmäßig genau auf diese zu achten

Weitere sehr wirksame Methoden für Momente der Entspannung und Zufriedenheit, welche du voll und ganz unabhängig von Sorgen und Ängsten genießen kannst, sind z.B. Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung. Auch diese werden wir später noch einmal intensiv beleuchten. Für den Moment reicht es, wenn du dir klar machst, dass das bewusste Herbeiführen zufriedener und glücklicher Momente in deinem Leben Auswirkungen weit über diese Momente hinaus hat. Mach dir selbst bewusst, dass du wirklich glücklich sein möchtest und beginne mit den beschriebenen Ansätzen, dich selbst in diese Richtung zu lenken. Ich selbst habe genauso angefangen und kann dir sagen, dass es Spaß macht und sich lohnt.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Start in ein zufriedeneres Leben und wir freuen uns, dich bald wieder auf Motivation-Blog.de zu begrüßen!

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Über den Autor

Jorma Bork
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